Biographie - Wolfgang Müller

Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist nirgendwo so fließend wie in der Kunst. Das weiß auch der Duisburger Künstler Wolfgang Müller. Geboren am 08.04.1968 in Duisburg, mit sieben Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in Duisburg-Marxloh aufgewachsen, drehte sich sein bisheriges Leben nur um die Kunst.

Alles begann mit der Musik. Wolfgang Müller entdeckte früh seine Leidenschaft dazu. Er bastelte sich seine ersten Instrumente und spielte die ersten Töne. Das erste „richtige“ eigene Instrument war ein Akkordeon. Ohne Unterricht war er nach kurzer Zeit in der Lage, Bässe und Tastaturen auf die richtige Harmonie abzustimmen – er spielte die ersten Musikstücke.

Als Jugendlicher spielte er einem Jugendzentrum  in Duisburg Marxloh stundenlang auf einem Klavier und entdeckte seine Liebe zu diesem Instrument. Wolfgang Müller kommt aus einfachen familiären Verhältnissen  und musste schon früh arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Nach seinem Zivildienst entschied er sich aber, mit 20 Jahren die Fachoberschulreife nach zu machen, die er erfolgreich ab schloss.

Hiernach widmete er sich ganz der Musik und dem Erlernen des Klavierspiels.Er mietete einen Proberaum in einem Bunker, kaufte ein Klavier  und erlernte im Selbststudium das Klavierspielen.

Durch kurze Auftritte verschaffte er sich Geld zum Leben. Er spielte bei Ausstellungen, Theateraufführungen, in Hotels, überall da wo ein Klavier stand.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Polen (Breslau), kam er nach Weimar und stellte sich in der Franz-Liszt-Hochschule bei Professor Wolchina vor. Dieser erkannte sein Talent. und erteilte Wolfgang Müller  Privatunterricht in Kompositionslehre .

Nach zwei erfolgreichen Studienjahren kehrte Wolfgang Müller zurück, Er ließ sich in  Dinslaken nieder., wo er viele seiner über 400 Werke komponierte.

Die selbst gestellte Aufgabe

Aber hiermit gab sich Wolfgang Müller nicht zufrieden. Durch ein Praktikum in der Bildergalerie des Künstlers Pino Juliano in Dinslaken am Niederrhein lernte er die Faszination der Bilder und Farben kennen.

Pino Juliano zeigte ihm die ersten Schritte in der Malerei und gab ihm die Möglichkeit sich mit verschiedenen Künstlern auseinander zu setzen. Die Werke und das Leben van Goghs faszinierten ihn am meisten.

Die Werke van Goghs sind für ihn Motive „echten Lebens”, die ihn begeistern und berühren.Er fühlt sich mit van Gogh verbunden „seinem Bruder im Geiste“ und nahm sich zum Ziel diese Werke zu interpretieren.

Er fing an,  die Technik und Farblehre van Goghs zu studieren, mit dem Ziel van Gogh nicht zu kopieren, vielmehr in jedem Werk auch seine eigene Handschrift zu hinterlassen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich bei ihm der Wunsch, alle 873 Motive van Goghs an einem Ort zu sammeln und für jeden Menschen öffentlich zugänglich zu machen, so wie es sich van Gogh mit seinen Werken gewünscht hätte.

Die Originalwerke van Goghs sind in der Welt zerstreut, zum Teil zerstört und verschwunden. Um die etwa 600 Werke, die der Öffentlichkeit überhaupt zugänglich sind, sehen zu können, müssten 27 Länder auf 5 Kontinenten bereist und über 100 Museen besucht werden.

Wolfgang Müller will Vincent van Gogh und die Malerei zu den Menschen bringen, erlebbar machen und seine Begeisterung für die Kunst mit anderen teilen.
Er richtet sich nicht in erster Linie an den klassischen Museumsbesucher, sondern möchte die Kunst zu vielen Menschen bringen und sie dort erreichen, wo sie im Alltag anzutreffen sind.

Bis heute hat Wolfgang Müller bereits über 600 Werke van Goghs neu interpretiert und hat damit die weltweit größte private Sammlung interpretierter van Goghs.

Pino Juliano